Fußball-Tragödie: “Wir wussten sofort, dass er tot war”

Donnerstag, 26. Juni 2003 – ein Tag, nach dem der Fußball nicht mehr der gleiche war wie zuvor.

An jenem Datum fand eine der größten Tragödien im Fußball statt, denn im Halbfinale des Confederations Cups zwischen Kamerun und Kolumbien brach Kameruns Marc Vivien Foé zusammen und verstarb kurz darauf an Herzversagen – mit 28 Jahren. Er hinterließ seine Frau Marie-Louise und drei kleine Kinder.

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Wie konnte es dazu kommen?

Da sich die damalige Leihgabe von Manchester City schon zuvor ein paar Tage nicht wohlgefühlt hatte, sagte er einen Pressetermin kurzfristig ab, um sich untersuchen zu lassen. Hierbei wurde allerdings nichts festgestellt, was den Mittelfeldspieler von seinem Einsatz hätte abhalten können.

Seine Frau Marie-Louise wies später darauf hin, dass ihr Mann angeschlagen war und Magenprobleme hatte, sich aber keine Pause gönnen wollte – auch weil er die Partie im Heimstadion seines alten Vereins, Olympique Lyon, als besondere Motivation begriffen hatte.

Der damalige Trainer Winfried Schäfer stellte Foé auf. Die Begegnung wurde bei rund 40 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit absolviert. Schäfer fragte seinen Schützling in der Halbzeit, ob bei ihm alles gut sei. Er bestätigte es und durfte weiterspielen.

Arzt Dr. Heinz-Walter Löhr versuchte Marc Vivien Foé wiederzubeleben

Während der zweiten Hälfte fiel Schäfer der schlechte Zustand seines Mittelfeldspielers auf, woraufhin er ihn auswechseln wollte. Doch Foé weigerte sich und wollte unbedingt weiterspielen.

Sein damaliger Mitspieler Eric Djemba Djemba erinnerte sich vor einigen Jahren in der Sun an die Situation. „Ich war die letzte Person, die mit ihm gesprochen hat. Kurz vorher sagte er zu mir: ‚Eric, ich bin müde‘. Also sagte ich zu ihm, wenn der Ball ins Aus geht, sagen wir dem Trainer Bescheid und er wird ihn auswechseln.“

Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. 16 Minuten vor dem Abpfiff geschah es: Der Kameruner brach im Mittelkreis des Stade de Gerland zusammen. „Wir wussten sofort, dass er tot war“, erklärte Djemba Djemba.

Tatsächlich war Foé zunächst noch am Leben, 45 Minuten lang versuchten Ärzte und Helfer, ihn wiederzubeleben – vergeblich. Ein Defibrillator, der sein Leben womöglich gerettet hätte, war nach Schäfers Angaben damals nicht verfügbar.

„Das war der Tiefpunkt meiner Laufbahn, das wünsche ich niemandem. Ich sah, wie er hinfiel und war auch der Erste, der bei ihm war. Dann kamen die Betreuer, haben ihn behandelt und direkt zum Krankenwagen getragen. Mein erster Gedanke war: Der lebt nicht mehr!“, blickte der deutsche Schiedsrichter Dr. Markus Merk bei Spox auf die damaligen Geschehnisse zurück. „Immer wenn in den anschließenden Monaten auf dem Platz irgendwas passiert ist, ein harter Zweikampf, ein Spieler am Boden, bin ich zusammengezuckt. Meine Gelassenheit war wie weggeblasen.“

Die Todesursache konnte zunächst nicht geklärt werden. Erst in einer zweiten Autopsie wurde festgestellt, dass Foé eine hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) hatte, eine erblich bedingte Vorerkrankung des Herzmuskels, die das Infarktrisiko bei sportlicher Betätigung erhöht.

Der 2004, im Jahr nach Foé, auf dem Platz verstorbene Miklos Feher soll ebenfalls HCM gehabt haben, auch der 2007 mit Todesfolge kollabierte Antonio Puerta hatte eine genetische Herzvorerkrankung.

Während der damals 28-Jährige Foé im Stadioninnenraum um sein Leben kämpfte, wurde die Partie fortgesetzt und seine Mannschaftskollegen schlugen Kolumbien letztlich mit 1:0. Auf Wunsch der Witwe wurde das Finale nicht abgesagt, sondern Kamerun trat gegen Frankreich an.

Als die Kameruner den Platz betraten, hatten sie ein lebensgroßes Bild ihres Mitspielers dabei. Zwar gewann Frankreich das Finale mit 1:0, doch am Ende streckten beide Kapitäne zusammen den Pokal in die Luft – für den verstorbenen Marc Vivien Foé. Auch bei Frankreich-Star Thierry Henry flossen die Tränen.

Als „sympathisch, warmherzig und familienorientiert“ beschrieb ihn City-Redakteur David Clayton, der Foé ein Jahr vor der Tragödie das erste Mal zu einem Interview traf, in einer Hommage auf der Website der Skyblues.

Seine Nummer 23 wird bis heute bei City nicht mehr vergeben. Den Schmerz wird das nicht lindern. Auch 22 Jahre später nicht.

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